Veranstaltungen

Tag des offenen Denkmals am 9.9.2018

 

Beschreibung der Synagoge

1825 erstmals erwähnt, 1839 abgebrannt, 1844 Nachfolgebau, 1909 abgerissen. 1911 Eröffnung des heutigen Gebäudes, 1938 geschändet, im Innern zerstört, 1955 von der Gemeinde erworben, umgebaut als Wäscherei, Gefrieranlage und Versammlungsraum. 1985 unter Denkmalschutz gestellt, 1986/87 Restaurierung, 1988 wieder eröffnet als Mahn- und Gedenkstätte. 2001 erneute Renovierungsarbeiten. 2014 im Obergeschoss Eröffnung des Forst-Mayer Studien- und Begegnungszentrums für das Landjudentum.

Öffnungszeiten am 9. September 2018

10 - 18 Uhr (sonst auf Anfrage geöffnet)

Führungen

Führungen 10, 12, 14 und 16 Uhr durch Marcel Griesang, Hans-Werner Johann, Christof Pies und Gisela Wagner

Aktionen

In der Synagoge:

Ausstellung der Stiftung Weltethos: "Weltreligionen - Weltfrieden - Weltethos"

Im Forst-Mayer Studien- und Begegnungszentrum für das Landjudentum:

Gegenstände erzählen Geschichte(n)

Im Außenbereich:

Die Architektur der Synagoge

Künstlerischer Erinnerungsort "Gelebtes Leben - geraubtes Leben"

Weg der Erinnerung

Jüdischer Friedhof

Pfad der jüdischen Lyrik

QR-Code-Weg mit ergänzenden Dokumenten

Kontakt

Christof Pies, Förderkreis Synagoge Laufersweiler e.V., Tel.: 06762 5269, E-Mail: cpies@rz-online.de
Gisela Wagner, Förderkreis Synagoge Laufersweiler e.V. , Tel.: 06543 3420, E-Mail: giselawagner@vodafone.de

 

 

Europäischer Tag der Jüdischen Kultur am 2.9.2018

„Storytelling“

 

 

Der Europäische Tag der Jüdischen Kultur wurde vor 19 Jahren in Frankreich ins Leben gerufen und findet seitdem an jedem ersten Sonntag im September statt. Das Interesse an der Initiative wächst, sodass im vergangenen Jahr Organisationen aus über 30 europäischen Ländern teilnahmen. Auch Deutschland ist seit einigen Jahren Teil des Aktionstages, der die unterschiedlichsten Angebote bereithält, die von Führungen, über Ausstellungen und Lesungen bis hin zu Konzerten reichen. Verbunden sind alle durch ein gemeinsames Anliegen: Während das Judentum in den Medien fast ausschließlich in Zusammenhang mit Antisemitismus in Erscheinung tritt, bleiben Einblicke in die Kultur und den religiösen Alltag eher selten.

 

 

 

Die Initiative, die sowohl von jüdischen als auch nicht-jüdischen Einrichtungen unterstützt wird, bietet hingegen die Möglichkeit, das europäische Judentum mit seinen Traditionen und Bräuchen in Vergangenheit und Gegenwart besser kennenzulernen. Um jeweils unterschiedliche Perspektiven zu gewähren, ist jeder Tag der Jüdischen Kultur mit einem anderen Motto versehen. In diesem Jahr wird der Tag unter dem Thema „Storytelling“ stattfinden. Mündliche Erzählungen bildeten von jeher eine wichtige Komponente für den Bestand und die Entwicklung des Judentums in der Diaspora: Biblische Überlieferungen, Familienerinnerungen,  Migrationsgeschichten. Durch Erinnernde Erzählungen wird ein sehr persönlicher Zugang zu einem privaten Judentum ermöglicht.

„Zusammen haben wir dann immer Streifzüge durch die Natur unternommen. Und es gab auch eine Badeanstalt. Und wir Kinder sind oft zum Waldbeeren- oder Heidelbeerenpflücken gegangen. Meine Familie betrieb eine Matzenbäckerei. Vor dem Pascha-Fest hatten wir immer einen Rabbi als Mitbewohner in unserem Haus, und dann mussten wir – zusätzlich zu allen anderen Regeln – auch noch sämtliche jüdischen Vorschriften beachten“ erzählt Heinz Joseph aus Laufersweiler aus seinen Kindheitserinnerungen. Die Geschichte des jungen Heinz ist nur eine von vielen Erzählungen, der Besucher am Europäischen Tag der jüdischen Kultur in der ehemaligen Synagoge Laufersweiler auf die Spur gehen können.

Zum ersten Mal wird in diesem Jahr auch Laufersweiler Teil der europaweit vernetzten Veranstaltung sein.  Die ehemalige Synagoge ist eine der wenigen erhaltenen Synagogenbauten der Region, die auch heute als solche erkennbar ist und als Lern- und Erinnerungsort genutzt wird. Neben den jüdischen Friedhöfen ist diese eine der seltenen Zeugnisse des Landjudentums der Hunsrückregion und verweist auf die lange jüdische Tradition entlang des Rheines. Bereits seit 1700 siedelten sich vereinzelte Familien auf dem Land an und integrierten sich in das dörfliche soziale und wirtschaftliche Leben. Von diesem Leben erzählen zahlreiche Geschichten, die in den vergangenen Jahrzehnten erforscht wurden und heute in der Synagoge in Laufersweiler zugänglich sind.

Mit dem diesjährigen Thema „Storytelling“ kann daher nahtlos an bisherige Bemühungen angeknüpft werden, biografische Erzählungen und Erinnerungen in den Fokus der Erinnerungsarbeit zu rücken. Mit Hilfe von gesammelten Geschichten und Gegenständen gelingt es, einen Blick auf jüdisches Leben im Hunsrück zu werfen, das mit der Zerstörung durch den Nationalsozialismus für immer verschwunden ist. Dazu gehören das Schulzeugnis von Heinz Joseph oder ein Seesack der US-Army, mit dem Richard Hirsch nach der Befreiung der Konzentrationslager in seine Heimatstadt Kastellaun zurückkehrt. In dem Gedicht „Ä Kind steht am Zaun“ reflektiert Paula Petry den Ausschluss ihrer besten Freundin Ilse Goldberg aus dem öffentlichen Leben.

Am 2. September wird die ehemalige Synagoge in Laufersweiler von 10 bis 18 Uhr geöffnet sein und für alle interessierten Besucher ein facettenreiches Programm bereithalten. Um 14 und 16 Uhr gewährt eine musikalische Lesung mit ausgewählten Geschichten Einblicke in die jüdische Kultur und persönliche Schicksale. Darüber hinaus kann der Gedenkort mit seinen Spuren und Lebensberichten, die als kleine Begegnungsstationen aufbereitet sind, selbstständig erkundet werden.

Jüdisch-christliche Belegschaft der Matzenbäckerei Joseph (1929)

Jüdisch-christliche Belegschaft der Matzenbäckerei Joseph in der Kirchgasse Laufersweiler (1929)

 

 

 

 

 

 

 

 

Außergewöhnliches Konzert in der Synagoge

Dank an Werner Dupuis un die Rhein-Hunsrück-Zeitung für die Abdruckgenehmigung

 

"Jedes Wort hab ich vergoldet …“

– Das faszinierende Leben der Else Lasker-Schüler

Ein Gedenkvortrag von Dr. Petra Urban zum zentralen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus

 

 

 

 

Zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert die Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin Dr. Petra Urban am 28.Januar 2018, um 16.00 Uhr, in der Synagoge in Laufersweiler, Kirchgasse 6, an das faszinierende Leben der Else Lasker-Schüler. Die Dichterin mit dem „blau blühenden Herzen“, die als Jüdin aus Deutschland fliehen muss, hat ihr Schicksal der Vertreibung und der Fremdheit im eigenen Land eindringlich formuliert. Aber auch für das Glück und vor allem für die Liebe, die in ihrem abenteuerlichen Leben nicht immer glücklich war, findet sie beschwörende Worte.

Petra Urban lässt Gedichte und Biografisches zu einer klangvollen Einheit, einem buntgewebten Textteppich, verschmelzen. So verleiht sie der Dichterin Leben, lässt das Publikum an Ängsten und Einsamkeit, an Vertreibung und Hoffnungslosigkeit, aber auch an leidenschaftlicher Liebe und Sehnsucht teilhaben.

28. Januar 2018, 16:00 Uhr Synagoge Laufersweiler, Kirchgasse 6, 55487 Laufersweiler

 

 

Musik in der Synagoge

          16. März 2018 19:00 Uhr Synagoge Laufersweiler

          Kirchgasse 6

          55487 Laufersweiler

 

Zwei herausragende junge Musikerinnen gastieren in der Synagoge Laufersweiler

 

Eine fantastische junge Geigerin aus Frankreich und eine phänomenale junge Bratschistin aus Israel gastieren am Freitag, 16. März, um 19 Uhr in der ehemaligen Synagoge Laufersweiler. „Musik in der Synagoge“ heißt die Reihe der Landesstiftung Villa Musica, die hier zwei ihrer besten Stipendiatinnen präsentiert: Die Geigerin Charlotte Chahuneau wurde 1991 in Paris geboren, wo sie am berühmten „Conservatoire“ studierte. Zwei Jahre älter ist Shira Majoni aus Jerusalem, die in Tel Aviv, Boston und Berlin ihre Studien absolvierte. Zusammen bringen die beiden jungen Musikerinnen rund ein Dutzend Preise bei internationalen Wettbewerben auf die Waage – ein Beweis für ihre stupende Virtuosität. Das feine kammermusikalische Zusammenspiel lernten sie bei der Villa Musica in Projekten mit Weltstars wie Pinchas Zukerman oder Ragna Schirmer.

 

 

In Laufersweiler ziehen sie im Duett alle Register ihres Könnens. Schon im G-Dur-Duo, KV 423, von Wolfgang Amadeus Mozart liefern sich die Beiden einen klangschönen Schlagabtausch. Er steigert sich in den „Drei Madrigalen“ des Tschechen Bohuslav Martinů zu atemberaubender Virtuosität, was auch für eine Transkription des „Erlkönigs“ von Franz Schubert zutrifft. Ungarisch volkstümlich geht es in den Duetten von Béla Bartók zu, tänzerisch und barock in den 15 Inventionen von Johann Sebastian Bach, die hier vom Klavier auf Violine und Viola übertragen werden.

Schon Bach wollte mit diesen wundervollen Stücken den jungen Musikern eine „kantable Art zu Spielen“ beibringen. Charlotte Chahuneau und Shira Majoni beherrschen das gesangliche Musizieren bis zur Perfektion.

 

 

Tickets zu 16 € gibt es bei der Tourist Information Kirchberg (Tel.: 06763/910144, touristik@kirchberg-hunsrueck.de) und bei Villa Musica in Mainz (Tel.: 06131 / 9251800, www.villamusica.de).

 

 

Programm Jüdische Wochen 2017

 

Zeitzeugengespräch: Karl Adolf Schneider, Sohn von Paul Schneider

15.10.2017   17:00 Uhr   Gemeindezentrum der Freien Evangelischen Gemeinde  Kirchberg, Simmerner Str. 46

 

Gertrud Kollmar: Leben und Werk eine deutschen Jüdin (1894-1943) in Holzschnitten von  Ingrid Dubicki-Bauer (Büchenbeuren)

20.10.2017   19:00 Uhr   Synagoge Laufersweiler

 

„Israel…ist zur Abmeldung gelangt“

Die Ausplünderung der Juden im Dritten Reich und der Versuch einer Wiedergutmachung nach 1945, dargestellt an Beispielen aus Kirchberg und Laufersweiler.   

29.10.2017 17:00 Uhr Vortrag Christof Pies, Ratskeller Kirchberg

 

„Einmal Exil und zurück“.  Lesung mit dem Schauspieler, Regisseur und Autor Harry

Raymon.

Harry Raymon wurde 1926 in Kirchberg als Harry Heymann geboren.

 5.11.2017   Aula Kooperative Gesamtschule   16:00 Uhr

 

Gedenkfeier anlässlich der Stolpersteinverlegung Kirchberg                         

6.11.2017    19:00 Uhr  Evangelische  Friedenskirche Kirchberg

 

Stolpersteinverlegung Kirchberg

7.11.2017   9:00 Uhr    Beginn: Café Mosaik,  Kirchberg

Stadt Kirchberg: Empfang in der Aula der Kooperativen Gesamtschule (KGS)

 

Gedenkfeier zur Reichspogromnacht

10.11.2017   18:00 Uhr Kastellaun, Eifelstraße

 

„Die Grenzen der Toleranz“

Vortrag des Philosophen und Schriftstellers  Dr. Schmidt-Salomon

12.11.2017  17:00 Uhr   Synagoge Laufersweiler

 

Aeham Ahmad

Konzert mit dem Pianisten Aeham Ahmad aus Damaskus

und Misch-Masch – einer Band, bestehend aus Flüchtlingen und Einheimischen

18.11.2017  20:00 Uhr Aula IGS Kastellaun

 

Krankenmorde im Dritten Reich

Mit regionalen Beispielen

Vortrag von Renate Rosenau, Alzey

19.11.2017   17:00 Uhr Ratskeller Kirchberg

 

Filme im Rahmen der jüdischen Wochen im Pro-Winzkino Simmern:

„Einsteins Nichten“ (29.10.) und „Ein Sack voll Murmeln“ (2.11, 6.11, 8.11, 15.11.)

 

Kooperationspartner: Pro-Winzkino Simmern, KGS Kirchberg, Stadt Kirchberg, AK Gedenken Kastellaun, Syrienhilfe Vorderhunsrück, KuKuK e.V. Kastellaun, IGS Kastellaun, Giordano-Bruno-Stiftung Oberwesel, Freie Evangelische Gemeinde Kirchberg, Evangelische Kirchengemeinde Kirchberg

 

Villa Musica in der Synagoge Laufersweiler

Musik in der Synagoge: Duos für Cello und Gitarre

Der Cellist Alexander Hülshoff und der Gitarrist Alexander-Sergei Ramirez in der Synagoge Laufersweiler

 

 

 

Am Samstag, 13. Mai, um 19 Uhr erklingen in der Synagoge Laufersweiler Duos für Cello und Gitarre, gespielt von zwei Weltklasse-Musikern: Alexander Hülshoff, Cellist aus Köln, Professor in Essen und Künstlerischer Leiter der Villa Musica, und Alexander-Sergei Ramirez, Gitarrist aus Spanien und Professor an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. Die beiden Virtuosen vom Rhein spielen ein romantisches Salonstück von Friedrich Dotzauer, sein Potpourri Opus 21, sowie jüdische und spanische Volkslieder. Ein Hauch von südländischer Musik weht bei Antonio Vivaldis Sonate in e-Moll, RV 40, für Violoncello und Gitarre durch die Synagoge – Alexander-Sergei Ramirez brilliert hier mit dem Feuer der spanischen Schule. Die Suite Nr. 3 in C-Dur, BWV 1009, von Johann Sebastian Bach ist genauso wie die moderne jüdische „Musik für Violoncello“ von Paul Ben-Haim für Cello solo geschrieben. Alexander Hülshoff beweist in beiden Stücken mit vollem Ton und souveräner Technik seine Weltklasse.

Tickets kosten 16€, 50% Ermäßigung für Schüler, Studierende und Schwerbehinderte, 6€ für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Vorverkauf bei der Tourist-Information-Kirchberg (06763/910144; touristik@kirchberg-hunsrueck.de) und bei Villa Musica in Mainz (06131 / 9251800; www.villamusica.de).

 

 

Vortrag im Rahmen des Reformationsjubiläums 2017

Luthers Judenfeindschaft und das Dritte Reich

Zu einem Vortrag laden der Förderkreis Synagoge Laufersweiler und der Evangelische Kirchenkreis Simmern-Trarbach  in die Synagoge in Laufersweiler ein.

Im November 2015 hat die EKD-Synode eine Kundgebung verabschiedet, in der sie sich kritisch mit Luthers Judenfeindschaft und ihrer Wirkung im Dritten Reich auseinandersetzt.