Stopp aller Veranstaltungen

 

Stopp aller Veranstaltungen

Ausstellung  „Erwachet aus dem langen Schlafe“ ˗

Juden auf dem Lande, Juden im Hunsrück

 

Die Hoffnung ist zuletzt gestorben.

 

Zahlreiche Besucher haben in den vergangenen Monaten die Ausstellung "Erwachet aus dem langen Schlafe" im Hunsrück-Museum in Simmer erkundet und viele weitere wären in diesen Wochen gefolgt. Angesichts dieser überwältigenden Resonanz und der langen Vorbereitungszeit bedauern wir sehr, dass auch wir durch den Ausbruch der Corona-Pandemie gezwungen sind, im März und erst einmal bis Ende April alle Begleitveranstaltungen abzusagen. Die letzten zwei Märzwochen sollten eigentlich der Höhepunkt der Ausstellung sein mit vielen zusammenfassenden Vorträgen, Konzerten, Filmvorstellungen und Besuchen von Nachkommen Hunsrücker Juden. Es hatten sich 28 Menschen aus Israel und den USA angemeldet, die größtenteils zum ersten Male die Heimat ihrer Eltern oder Großeltern besucht hätten. Wir hatten ein interessantes Programm erstellt, es wäre eine nachdenkliche Begegnung geworden.

 

Wir hoffen für alle angekündigten Gäste, dass die Fluggesellschaften bereits gebuchte Flüge zurückerstatten.

 

Wir können natürlich die Bewegungseinschränkungen in Deutschland und anderen Ländern voll nachvollziehen. Schließlich geht es hier vor allem um unser aller Gesundheit. Es kann sich niemand von den Maßnahmen fernhalten, Corona wird unser Leben noch lange begleiten.

 

Der Förderverein selbst hat eine Studienreise mit fast 50 Schülern nach Krakau/Auschwitz, die Jugendbegegnung mit Israel und eine weitere Erwachsenreise nach Israel Ende April absagen müssen. Leider bleiben wir auch da auf einigen Kosten sitzen.

 

Es erreichen uns Anfragen, wie es nun weitergeht. Evtl. wird die Ausstellung um einige Wochen verlängert, aber auch da gibt es Hindernisse zu bewältigen, da das Hunsrück-Museum eine weitere Ausstellung plant und wir Leihgaben zurückgeben müssen. So haben wir uns entschlossen, uns nun mit voller Kraft der Dokumentation der Ausstellung zu widmen, einen Großteil der Ausstellungsobjekte zu fotografieren und/oder einen kleinen Film zu erstellen. Die Tafeln, Karten und Biografien haben wir schon in digitalisierter Form vorliegen. Eine professionelle virtuelle Ausstellung können wir uns nicht leisten, trotzdem möchten wir alles auf unserer Website oder auf einer Cloud zugänglich machen. Familie Mayer-Drach aus Alonei Abba (Israel) hat sogar angeregt, die Ausstellung in Israel zu zeigen.

 

Im Anhang können Sie sehen, welche Veranstaltungen geplant waren. Leider ist es unmöglich, dies alles noch einmal in so komprimierter Form zu wiederholen.

Das ist sehr enttäuschend, aber nicht zu ändern. Wir versuchen unsere Arbeit fortzusetzen im Kampf gegen Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit.

Wir danken allen, die an der Ausstellung und dem Rahmenprogramm beteiligt waren.

Unterstützen Sie weiterhin unsere wichtigen gesellschaftspolitischen Bemühungen.

Christof Pies, Carolin Manns

Kuratoren der Ausstellung