Erinnerung und Kunst

 

Relief in der Synagoge

Das Relief in der Synagoge eignet sich hervorragend dazu, mit Jugendlichen über die Art und Weise zu sprechen, wie man mit künstlerischen Mitteln der deutsch-jüdischen Vergangenheit und dabei vor allem des Holocaust gedenken kann. Dort, wo sich früher die Toranische befand, hat der Künstler Karl-Heinz Brust ein Kunstwerk geschaffen, das aus sich selbst spricht und am Beginn eines Gesprächs stehen kann.

 

 

 

 

Erinnerungsort an der Synagoge

An der Ostseite der Synagoge hat die Künstlerin Jutta Christ aus Büchenbeuren mit Jugendlichen einen Erinnerungsort „Gelebtes Leben – geraubtes Leben“ geschaffen, der eindrucksvoll das Ausmaß des Holocaust in einem Ort wie Laufersweiler demonstriert. Die Farbsymbolik der Keramikwürfel ist offensichtlich, ebenso wie die Anzahl der Würfel, die jeweils für die gelebten und geraubten Lebensjahre stehen.

 

 

 

 

 

Pfad der jüdischen Lyrik

Der von Jugendlichen gestaltete „Pfad der jüdischen Lyrik“am jüdischen Friedhof ist wie der „Weg der Erinnerung“ ebenfalls Teil der Traumschleife „Kappleifelsentour“. Die biografischen Angaben und die von den Jugendlichen ausgewählten Gedichte sind sehr unterschiedlichen Aspekten gewidmet. Die dazu selbst gestalteten Zeichnungen, Aquarelle, Collagen oder Graffiti demonstrieren, wie Kinder und Jugendliche sich mit deutsch-jüdischer Kultur auseinander setzen können.

 

 

 
"E Kind steht am Zaun": Gemälde von Margot Seibert zur Erzählung von Paula Petry (Hennweiler)

Die Schriftstellerin Paula Petry aus Hennweiler hat in einer eindrucksvollen Erzählung den Beginn der „Endlösung des Judentums“ beschrieben. Sie kann sich lebhaft daran erinnern, als ihr Lehrer den Schülerinnen und Schülern verbot, sich der jüdischen Mitschülerin Else  zu nähern und Kontakt aufzunehmen.

 

 

Ihre Tochter Gerlinde Schoer-Petry (rechts) las die Geschichte „E Kind steht am Zaun“ (Ein Kind steht am Zaun) am 10.11.2013 in der Synagoge vor, begleitet von Gerhard Engbarth aus Bad Sobernheim mit der Mundharmonika.  

Die Erzählung (in Hennweiler Dialekt) liegt im Studienzentrum auf CD vor und kann im Gedenkraum abgespielt werden.

Margot Seibert aus Kellenbach hat diese Erzählung zur Vorlage für ein Gemälde genommen, das sie dem Förderkreis als Dauerleihgabe überlassen hat und nun als Mahnung neben der Toranische mit dem Relief und den Namen der Ermordeten von Karl-Heinz Brust hängt. 

 

 

 
Ausstellung von Fotos des Fotoclubs Hunsrück

Der Fotoclub Hunsrück hat sich ein Jahr lang mit den jüdischen Friedhöfen des Rhein-Hunsrück-Raumes auseinander gesetzt. So sind eindruckvolle Fotos zu allen Jahreszeiten von den steinernen Zeugnissen des Landjudentums entstanden.

 

 

 

In den meisten Orten sind die jüdischen Friedhöfe die einzigen Zeugnisse des über 1000 Jahre andauernden Zusammenlebens von Christen und Juden in unserem Raum. Sie liegen meist verborgen in den Wäldern oder an den Abhängen des Rheintals. Sie faszinieren durch eine einzigartige und geheimnisvolle Atmosphäre mit ihren hebräischen Inschriften, Symbolen und Grabgestaltungen. Sie zeugen aber auch davon, dass bis in unsere Tage Schändungen an der Tagesordnung sind.