Besondere Angebote: QR, Geo-Caching, Virtueller Rundgang

 

Der Förderkreis versucht mit neuen Angeboten den veränderten Mediengewohnheiten von Jugendlichen gerecht zu werden. Schülerinnen und Schüler der Kooperativen Gesamtschule Kirchberg und des Herzog-Johann-Gymnasiums Simmern haben deshalb daran gearbeitet, die gesamte Ortschaft Laufersweiler mit in die Erinnerungs- und Gedenkarbeit  einzubeziehen.  Jüdische Laufersweiler Bürger haben schließlich über Jahrhunderte die Struktur des Dorfes mit geprägt - und dies ist bis heute sichtbar.  Diese speziellen Angebote sind ohne Anmeldung und individuell zu nutzen. 

QR-Codes (Bisher nur am Erinnerungsort hinter der Synagoge) 

QR-Codes sind nun an den einzelnen Stelen des von Jutta Christ (Büchenbeuren) konzipierten und von Jugendlichen mitgestalteten Erinnerungsortes "Gelebtes Leben - geraubtes Leben" hinter der Synagoge angebracht.

Weitere QR-Codes werden zum Weg der Erinnerung, zum jüdischen Lyrikpfad und Friedhof folgen. 

Die Beteiligten einer AG der KGS Kirchberg haben bei Einzelpersonen bzw. Familien Informationen über die deportierten und ermordeten Laufersweiler Juden recherchiert und in QR-Codes gefasst. Bisher finden sich dort Kurzinformationen, später sollen Dokumente, Fotos oder auch kleine Videofilme folgen.

Absicht ist es, den Ermordeten wieder ein Gesicht zu geben und sie in Erinnerung zu rufen. 

 

 

Geo-Caching

An einigen ausgewählten Stellen im Dorf sind caches (Verstecke) angebracht, die zusätzliche Inhalte zu den Tafeln des Weges der Erinnerung und anderer Orte jüdischer Vergangenheit enthalten. 

Anfangskoordinaten: N 49° 53.847      E 007° 18.418

Weitere Informationen unter diesem Link:

http://www.opencaching.de/viewcache.php?wp=OC11B9D

 

Virtueller Rundgang: Auf jüdischen Spuren durch Laufersweiler (In Arbeit)

Johannes Hammen und Benedikt Bongarth vom HJG Simmern haben eigens ein Programm für den virtuellen Rundgang Laufersweiler geschrieben und Fotos zu den Wohnhäusern und erzwungenen Wohnsitzen der jüdischen Bevölkerung gemacht.  Sie konnten sich an Listen und Plänen orientieren, die auf Anordnung der französischen Besatzungsbehörden nach 1945 erstellt wurden. Dort sind alle jüdischen Laufersweiler Bürger von 1933-1945 mit ihren letzten Wohnsitzen und ihre von den Nazis enteigneten Vermögenswerte (Häuser, Stallungen, Scheunen, Gärten, Sparbücher, Felder) vermerkt, aber auch die Namen derjenigen, die sie nach Flucht und Deportation übernommen haben. 

Hier wird deutlich, wie sehr viele Bürger und Institutionen (z.B. Banken, Sparkassen, NSDAP-Mitglieder, Nachbarn, wirtschaftliche Konkurrenten) von der Flucht und Ermordung ihrer Dorfbewohner profitiert haben.So wird auch erklärbar, warum das Schweigen, Verdrängen und Vergessen über die Mitbewohner Jahrzehnte angedauert hat.