Bücher

Die Ergebnisse seiner jahrelangen Recherchen hat Hans-Werner Johann in seiner Publikation "Die ehemalige Synagoge Laufersweiler. Ein Lern- und Gedenkort" (2004) zusammengefasst. Auf der Grundlage seiner Nachforschungen in Archiven hat er die jüdische Gemeinde beschrieben mit ihren Synagogenbauten, der Schule und dem Friedhof. Er hat alte Pläne aufgespürt und Kontakte zu dem Enkel des Erbauers des jetzigen Synagogenbaus geknüpft, der die Renovierungsmaßnahmen nach 1985 leitete. Ayelet Mayer aus Israel hat im Jahre 2013 die Nachforschungen an der Universität Tel Aviv intensiviert und zusätzliche Dokumente in ihrer Arbeit veröffentlicht. Hans-Werner Johann  beschreibt detailliert die Dauerausstellung und gibt einen Einblick in die Arbeit des Förderkreises.

 

 

 

Marcel Griesang, Lehrer an der Realschule Plus Oberwesel und Mitglied im Vorstand, hat seine Staatsexamensarbeit ausgeweitet und als eigenständiges Buch veröffentlicht. Er beschreibt die Stationen von der "Machtergreifung" 1933 bis hin zur Reichspogromnacht. Anhand vieler bisher unveröffentlichter lokaler Quellen kann er aufzeigen, wie systematisch und mit aktiver Teilnahme und Bereicherung der "Arier" die Juden aus dem sozialen und wirtschaftlichen Leben herausgedrängt wurden. Von diesen Maßnahmen war nur noch ein kurzer Weg zu ihrer Ermordung.

                                                                                                                                            

 

Christof Pies, Vorsitzender des Förderkreises, hat unter tatkräftiger Mithilfe vieler lokaler Historiker das Standardwerk "Jüdisches Leben im Rhein-Hunsrück-Kreis" koordiniert. Der Hunsrücker Geschichtsverein hat es 2003 herausgegeben und damit viele verstreut vorhandene Aufsätze zur Geschichte der Juden im Rhein-Hunsrück-Raum ergänzt bzw. ersetzt. Innerhalb kurzer Zeit war das Buch vergriffen, zeigt es doch auf, welche Rolle die deutschen Juden im ländlichen Leben spielten, welche Kulturgüter sie schufen und welche Hinterlassenschaften heute noch existieren. Vor allem zeigt es die menschliche Katastrophe auf, denn zum erstenmal liegen exakte Zahlen zum Bevölkerungsanteil und zu den ermordeten und geflohenen Bürgern vor.

 

"Jüdisches Leben auf dem Lande. Texte, Fotos und Dokumente zum jüdischen Leben im Rhein-Hunsrück-Kreis".  Die vielfältigen Dokumente des Studien- und Begegnungszentrums sind in dieser Publikation vor allem für Jugendliche didaktisch und methodisch aufbereitet. In der Praxis stehende Lehrkräfte haben zahlreiche Vorschläge erarbeitet, wie man handlungsorientiert Erinnerungsarbeit in den Unterricht einbetten kann. Die erste Auflage war schnell vergriffen, eine zweite ist mit Ergänzungen im Jahre 2013 erschienen und steht außerdem in Klassenstärke im Studienzentrum zur Verfügung.

 

Hilde Weirich, längjähriges Vorstandsmitglied und unermüdliche Forscherin der  Geschichte auf dem Hunsrück und an der Mosel, hat die Lebensläufe der jüdischen Familien aus Hottenbach und Stipshausen ans Licht gebracht. Die "Spurensuche" war auch Arbeitsgrundlage und Beginn der Recherchen von Peter Haas und Silvia Holzinger für ihren Film "Auf der Suche nach dem letzten Juden in meiner Familie (2013), der am 21.2.2013 in Hottenbach auf große Resonanz stieß.