Aktivitäten

 

Der Förderkreis versucht seit seiner Gründung, nicht nur die Erinnerung an das Landjudentum wachzuhalten, sondern auch in die Gegenwart und Zukunft zu wirken. Dazu dienen Vorträge, (Kunst) Ausstellungen, Konzerte, jährliche "Jüdische Wochen" in Zusammenarbeit mit dem Pro-Winzkino und anderen Kooperationspartnern, Gedenkfeiern am 9. November oder 27.Januar oder Führungen. Der Förderkreis  war Veranstalter mehrerer BIldungsreisen nach Krakau, Auschwitz und Israel/Palästina.  Jährliche Fahrten von Schülerinnnen und Schülern der Realschulen Emmelshausen und Oberwesel nach Auschwitz wurden organisiert und begleitet von Mitgliedern des Förderkreises. Höhepunkte waren sicherlich die jährlichen Jugendbegegnungen mit Israel und Palästina, die meist in Kooperation mit dem Treffmobil des Evangelischen Kirchenkreises organisiert und mitfinanziert wurden. Der Förderkeis war Träger einer musikalischen Begegnung und Tournee mit dem Jugendchor "No Limits" aus Kastellaun, einem israelischen Blockflötenorchester aus Kfar Saba (Israel) und dem palästinensischen Chor Magnificat aus Ost-Jerusalem. Die Vorfahren der Dirigentin Orrie Golan stammen aus Simmern, die junge begnadete Komponistin Alma Mayer hat ihre Wurzeln in Laufersweiler.

In Zukunft wird die Erinnerungs- und Gedenkarbeit mit Jugendlichen im Vordergrund der Aktivitäten stehen. Gruppen können je nach Interessenlage eigene Erinnerungsprodukte- und Projekte erstellen. Die veränderte Beschäftigung von Jugendlichen mit Hilfe "moderner" Medien wird auch die Art und Weise der Vergangenheitsvermittlung und Erziehung beeinflussen. Leitlinien müssen dabei stets die Erziehung zu toleranten, demokratischen und menschenrechtsbewussten Staatsbürgern sein.

 

Publikationen in Schriftform werden bei den veränderten Lesegewohnheiten nicht mehr die bisherige Rolle spielen. Kostengünstige und arbeitsparende digitale Verfahren werden Ausstellungen ergänzen, Bücher und Broschüren ersetzen, Jugendliche aber auch durch interessante Alternativen eher motivieren können.

Trotz allem besitzt die Bibliothek eine Fülle von Publikationen, die sonst nirgends mehr vorhanden sind, wie etwa die Veröffentlichung der Universität Konstanz über den in Laufersweiler geborenen Weltbürger, Pelzhändler und Sozialisten Bernhard Mayer ("Pelzmayer") oder die mutige Schrift von Volker Boch über die Juden von Gemünden.

 

Der Förderverein war Träger eines trilateralen Menschenrechtsprojektes mit israelischen, deutschen und palästinensischen Jugendlichen in Deutschland, Israel und Palästina. Das provokante Thema war die Geschlechtergerechtigkeit in den drei Kulturkreisen: "Frauen an den Kochtopf und Männer in den Krieg?" Geldgeber, Unterstützer und Ratgeber waren: Die Evangelische Kirche im Rheinland, der Evangelische Kirchenkreis Simmern-Trarbach, die Evangelische Jugend im Rheinland, der Evangelische Entwicklungsdienst, die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ), Kinder- und Jugendplan des Bundes, Szech-Stiftung, Hubertus Lierow, Rhein-Hunsrück-Kreis, Stadt und Verbandsgemeinde Kastellaun, Förderkreis Synagoge Laufersweiler, I Hope (Hoffnung für Palästina) und alle Teilnehmer. Die Ergebnisse wurden in Schriftform und im Internet (www.equaltimes-magazine.com) in Deutsch, Englisch, Arabisch und Hebräisch veröffentlicht und haben wegen ihrer politischen Dimension für großes Aufsehen gesorgt.